Bericht DGJ: IDJM 2009

Leimen, 12.07.2009 (News-Feed abonnieren)

Im Vorfeld der Meisterschaften gab es einige Änderungen in der Ausschreibung der Meisterschaften, die teilweise auch eine Rückkehr zu alten Positionen bedeuteten.

1. Der Termin wurde wieder als Halbjahresabschluss in den Juli gelegt. Damit ergab sich auch wieder Interesse des österreichischen und englischen Verbandes zur Teilnahme an einem Länderkampf, der traditionsgemäß am Freitagabend durchgeführt wurde. Die Teilnehmer des Länderkampfes wurden auch in der Meisterschaftswertung geführt und mussten demzufolge am Sonntagvormittag bei der Athletik noch einmal antreten.

2. Es waren keine Teilnahmenormen mehr nachzuweisen. Im Gegensatz zu den Deutschen Meisterschaften im Herbst sollten möglichst viele Jugendheber die Möglichkeit haben, sich am Wettkampf zu beteiligen.

3. Der Wettkampf wurde in Gewichtsgruppen und nicht in Gewichtsklassen durchgeführt. Dadurch erhöhte sich die Konkurrenz, da nun Athleten verschiedener Gewichtsklassen sich miteinander messen lassen mussten.
Ausnahme waren die Mädchen der A-Jugend, die aus Mangel an Masse in einer Klasse zusammengefasst waren (Jg. 91 und 92).

4. Die Athletik mit Schlussdreisprung, 30m-Sprint und Kugelschocken kamen zurück ins Wettprogramm. Diese wurde auf den Sonntagvormittag gelegt, was die Meisterschaft auf drei Tage streckte, da das Wiegen bereits am Freitagabend erfolgte, analog wie bei den Deutschen Meisterschaften der C-Jugend und dem C-Jugend-Länderpokal.

Doch nun zum sportlichen Teil:

In der Gruppe weibliche B-Jugend leicht dominierten Sina Lauble (SV Flözlingen) und Sophia Attilo (KSV Grünstatt) die Konkurrenz. Die Differenz von mehr als 30 Punkten zur Drittplazierten erarbeiteten sie sich über herausragende Leistungen im Kugelschocken und Schlußdreisprung.

Beachtenswert aber auch Tamara Voit (TUS Raubling) und Xenia Übelhör (KSV Durlach), die im Reißen und Stoßen ebenbürtige Gegnerinnen waren.

Enger ging es in der weiblichen B-Jugend schwer zu, wo Justine Feix (AC Suhl) nach der Hantelarbeit in Führung liegend, in der Athletik Marianne Ohnmacht (SV Flözingen) noch passieren lassen musste.

Bei den Damen der A-Jugend siegte erwartungsgemäß die Berlinerin Jessica Sonnenberg, die sich im Vorfeld bereits für die Jugend-EM qualifiziert hatte. Zumindest aber in der Athletik konnte Veronika Ferg (KSC Att. Dachau) mithalten. Im Sprint und Sprung war sie sogar die Bessere.

Klarer Sieger bei den Jungs des Jahrganges 1991 Mittel war der Rodewischer Athlet Marcel Felgenhauer. Außer im Stoßen, wo Marcel den Lüchower Viktor Albrecht den Vortritt lassen musste, konnte ihm keiner das Wasser reichen. Ganz knapp dagegen ging es im Kampf um Platz 2 zur Sache. Der Brite Peter Dutton machte hier Viktor Albrecht das Leben schwer. Am Ende war Viktor dann um winzige 0,36 Punkte besser und holte somit Silber vor Dutton.

Sascha Szentik (ASV Herbsleben) konnte sich über den Sieg in der Klasse 1991 Schwer freuen. Länderkampfstarter Yasin Yüksel (KSV Bavaria Regensburg) hatte sich mit 376,71 Punkten nach dem Reißen und Stoßen in Führung gebracht, wurde aber am Sonntag Vormittag von Sascha in allen Athletikdisziplin deutlich distanziert. Auffällig hier das Abfallen der Gesamtpunktzahlen auf die Plätze drei und vier.

Nach der verletzungsbedingten Nichtanwesenheit von Max Lang (Chemnitzer AC) konnte der Sieger im der Kategorie 1992 Mittel nur Max Platzer (KSV Durlach) heißen. An der Hantel konnte dem Athleten niemand gefährlich werden, allerdings musste er sich in der Athletik mit einigen gleichwertigen Gegnern auseinandersetzen.

Ebenfalls deutlich siegte der Plauener Heber Johannes Ginzel bei den schweren Jungs des Jahrgangs 1992. Außer im Schlussdreisprung konnte er alle Disziplinen für sich entscheiden. Eng wurde es dagegen noch einmal auf den Rängen zwei und drei, wo sich Christian Kathrein (Österreich) und Marcin Smolarek (SC Lüchow) ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten, die der Alpenländer dann mit 4,76 Punkten ins Ziel retten konnte.

Ebenfalls spannend ging es bei den jungen Männern des Jahrganges 1993 Leicht im Kampf um den Titel zu. Nachdem Philipp Scholte (SG Fortschritt Eibau) am Freitagabend im Rahmen des Länderkampfes eine tolle Leistung brachte, musste er sich in der Athletik in allen Disziplinen Christian Kuhnt (FAC Sangerhausen) geschlagen geben. Am Ende reichte es aber für Philipp mit 0,36 Punkten zum Sieg. Anschluss halten konnte bei diesem Zweikampf noch einigermaßen Christoph Pichler (Chemnitzer AC), der Abstand zum Viertplazierten betrug dann aber schon mehr als 100 Punkte.

Die Höchstpunktzahl der Meisterschaft mit 707,87 Punkte erreichte das Obrigheimer Nachwuchstalent Nico Müllerin der Kategorie 1993 Mittel . Mit 111 kg im Reißen und 138 kg im Stoßen bei einem Körpergewicht von 67,6 kg setzte er Maßstäbe und kann vielleicht wieder ein ganz Großer aus dem baden-württembergischen Traditionsklub werden. Nico hatte sich schon im Vorfeld für die Jugend-EM qualifiziert und konnte auch die Gewichtsklasse bis 69 kg im Länderkampf am Freitagabend für sich entscheiden.

Beachtenswert in dieser Kategorie aber auch der Rodinger Gregor Nowara, der zwar nicht ganz so stark an der Hantel war, dafür aber in der Athletik ein gleichwertiger Gegner für Nico.

Spannend – wenn auch auf niedrigerem Niveau – ging es bei den schweren Jungs des Jahrgangs 1993 zu. Nachdem Tim Brinkmann (AC Goliath Mengede) am Samstagabend vor Paul Teichert (TV Röhlinghausen) und Thomas Rerich (KSV Langen) führte, sah es Sonntag Mittag ganz anders aus. Es siegte Thomas Rerich klar vor Paul Teichert und Tim Brinkmann. Fast wäre Tim noch vom Berliner Robert Preuß verdrängt worden.

Die B- Jugend Leicht kann man als sehr ausgeglichen besetzt einschätzen, obwohl der Rodinger Athlet Manfred Günther den Vorsprung aus dem Reißen und Stoßen bis ins Ziel retten konnte, waren bis zum siebenten Platz Sportler mit besseren Athletikwerten vertreten. Auf Platz zwei mit nur 2,82 Punkten Rückstand auf dem Führenden Marcel Müller vom NSAC Görlitz. Auf Platz drei mit schon fast 20 Punkten Rückstand kam Felix Löffler vom KSV Durlach ein.

Als dominant kann man den Auftritt des Meißner Jungtalents Josef Hesse in der Klasse 1994 Mittel bezeichnen. Außer im Sprung konnte er alle Disziplinen für sich entscheiden. Am besten mithalten konnte hier noch Marc Lauble (SV Flözlingen), der als Sportler des jüngsten, teilnehmenden Jahrgangs 1994 die drittbeste Weite aller Teilnehmer im Schlussdreisprung mit 9,27 m erzielte.

Fest in Obrigheimer Hand präsentierte sich die Kategorie 1994 Schwer. Matthäus Hofmann war mit am Ende 650,08 Punkten der Bessere. Bemerkenswert hier sicher auch die 15,05 m im Kugelschocken, die die zweitbeste Weite aller Teilnehmer darstellte. Mit respektvollen Abstand von mehr als 50 Punkten dahinter sein Vereinskamerad Matthias Trummer. Auf Platz drei mit Oliver Jauch wieder ein Flözlinger Athlet, der zumindest in der Athletik voll mithalten konnte.

In der Länderwertung siegte verdient Baden-Württemberg aufgrund ihrer großen Teilnehmerzahl von 23 Teilnehmern, aber auch aufgrund der Qualität der erzielten Leistungen mit fünf ersten Plätzen, zwei zweiten Plätzen und vier dritten Plätzen. Der zweite Platz in der Länderwertung ging in den Freistaat Sachsen, der vier Konkurrenzen für sich entscheiden konnten. Rang drei belegte der bayrische Landesverband.

In der Mannschaftswertung dominierte klar der SV Germania Obrigheim mit starken 3029,81 Gesamtpunkten, vor dem SV Flözingen (2697,40 Punkte) und dem SC Lüchow (2626,55 Punkten).

Von der Organisation gab es doch trotz eines ständigen Bemühens des gastgebenden KSV Lörrach einige Schwachstellen. So fehlte ein ansprechbarer und aussagekräftiger Organisationsleiter, die Kommunikation zwischen Warmmachraum und Sprechertisch war suboptimal und führte zu zahlreichen Mißverständnissen. Außerdem konnte die Anzeigetafel am Abend des Länderkampfes erst sehr spät unter Kontrolle gebracht werden.

 

 

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