Bericht Internationale Deutsche Jugend Mehrkampf-Meisterschaften am 03.07.2010

Leimen, 15.07.2010 (News-Feed abonnieren)

Bereits zum 28. Mal traf sich Anfang Juli der Gewichtheber-Nachwuchs zu den Internationalen Deutschen Mehrkampfmeisterschaften. Ausrichter der Veranstaltung war in diesem Jahr der SV Germania Obrigheim, welcher sich unter der Leitung von Franz Hauß durch eine perfekte Organisation des Wettkampfes auszeichnete.

Ein besonderes Highlight dieser Veranstaltung war der am Abend zuvor stattfindende WM-Testwettkampf der Damen-Nationalmannschaft. Die an diesem Abend gezeigten Leistungen der acht Athletinnen Julia Rohde (80 kg / 101 kg), Sabine Kusterer (84 kg / 102 kg), Nina Bayer (76 kg / 102 kg), Anett Goppold (82 kg / 101 kg), Yvonne Kranz (88 kg / 112 kg), Mandy Wedow (91 kg / 107 kg), Nina Schroth (92 kg / 105 kg) und Katleen Schöppe (97 kg / 123 kg) lassen dabei auf gute Ergebnisse bei der Ende September in der Türkei stattfindenden Weltmeisterschaft hoffen. Allen teilnehmenden Sportlerinnen wünschen wir natürlich viel Erfolg!

Nicht unerwähnt sollten auch die vier baden-württembergischen Nachwuchstalente Leah Kratschmann (45 kg / 55 kg), Laura Waldenberger (50 kg / 67 kg), Lena Trummer (52 kg / 70 kg) (alle SV Germania Obrigheim), sowie die Lörracherin Tabea Tabel (65 kg / 85 kg) bleiben. Der gemeinsame Wettkampf mit der Nationalmannschaft spornte die C-Jugendlichen zu neuen Bestleistungen an und war sicher auch ein ganz besonderes Erlebnis für die Mädchen.

Am Samstag bot schließlich ein starkes Teilnehmerfeld von 133 Sportlern und 10 Mannschaften einen interessanten und spannenden Wettkampf. Einziger Wehrmutstropfen: Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettkampfes waren leider keine ausländischen Sportler am Start.

Um den gesamten Wettkampf an einem Tag durchführen zu können, begannen die ersten Ausscheidungen bereits um 9.00 Uhr, wobei die 23 weiblichen Starterinnen zunächst auf der Bohle aktiv waren, die männlichen Sportler konnten dagegen erst in den drei Athletik-Disziplinen ihr Können unter Beweis stellen. Als nach einem langen Wettkampftag gegen 18.00 Uhr endlich die Pokale vergeben wurden, standen die folgenden Ergebnisse fest:

In der B-Jugend weiblich gingen die Jahrgänge 1995/94 an den Start. Von den neun jüngsten Starterinnen setzte sich die leichteste Starterin Simone Glenk vom KSC 07 Schifferstadt mit 498,19 Gesamtpunkten gegen die schnellste Sprinterin Lisa Marie Schweizer (474,11 Pkt.) vom TSV BW 65 Schwedt und Christina Spindler (471,14 Pkt.) aus Speyer durch, die sich vor allem im Zweikampf von den anderen Sportlerinnen ihrer Altersklasse absetzte.

Beim älteren Jahrgang dominierten vor allem die Süddeutschen Athletinnen. Dabei hatte Sina Lauble in allen Disziplinen die Nase vorn und somit siegte die für den SV Flözlingen startende Athletin, mit 531,70 Gesamtpunkten klar vor EM-Teilnehmerin Tamara Voit vom TuS Raubling (464,98 Pkt.) und Xenia Übelhör vom KSV Durlach (454,73 Punkte).

Für die B-Jugend männlich hatten in beiden Alterklassen mehr als 30 Teilnehmer gemeldet, weshalb jeweils in drei verschiedenen Gewichtsgruppen (Leicht, Mittel, Schwer) gestartet werden konnte.

In der Gewichtsgruppe Leicht des jüngeren 95er Jahrgangs konnte sich der für den Gastgebenden Verein SV Germania Obrigheim startende Adrian Müller mit 635,91 Gesamtpunkten deutlich von der Konkurrenz absetzen. Herausragend war dabei vor allem seine neue persönliche Bestleistung von 90 kg im Stoßen. Alles in allem verwies er den Frankfurter Oliver Johl (574,44 Pkt.) und Tobias Neumann vom Riesaer AC (517,44 Pkt.) auf die Plätze zwei und drei.

Durch einen Sieg von Sebastian Berthold in der Gewichtsgruppe 1995 Mittel konnte sich auch das Bundesland Sachsen-Anhalt einen Pokal in diesem Wettkampf sichern. Vor allem seine guten Leistungen im Zweikampf und beim Schlußdreisprung trugen dazu bei, dass er mit 561,64 Gesamtpunkten vor dem schnellsten Sprinter dieser Gruppe, Patrick Drews aus Grünstadt (553,49 Pkt.) lag. Ein weiterer Platz auf dem Treppchen ging an Philipp Hülzer (541,12 Pkt.) vom Gastgebenden Verein SV Germania Obrigheim. Neben der Platzierung konnte er sich noch über eine neue Bestleistung im Zweikampf freuen.

Ebenfalls deutlich entschied Silas Fritsche vom KSV Lörrach mit 652,22 Punkten den Wettkampf in der Gewichtsgruppe 1995 Schwer für sich. Er erzielte in allen Bereichen gute bis hervorragende Leistungen und musste sich nur im Sprint dem Zweitplatzierten Philip Mummhardt aus der Bundeshauptstadt geschlagen geben. Dieser erreichte insgesamt 565,47 Punkt und blieb damit vor Martin Bouratn aus Frankfurt/Oder, der 538,42 Gesamtpunkte sammelte.

Mit einem klaren Vorsprung von mehr als 60 Punkten sicherte sich der Meissener Nico Fritsch mit 654,49 Punkten den Titel in der Gewichtsgruppe 1994 Leicht. Ausschlaggebend waren dafür vor allem seine sehr guten Leistungen im Reißen und Stoßen. Er verwies dadurch den für den TV 03 Roding startenden Manfred Günther mit 593,29 Punkten auf Platz zwei und den Sportler Marc Hedderich vom VfL Nagold mit 588,39 Gesamtpunkten auf den dritten Platz.

Wesentlich enger waren die Ergebnisse der drei Erstplatzierten in der Gruppe 1994 Mittel. Von den 12 Startern in dieser Gewichtsgruppe erreichten diese Athleten alle um die 680 Punkte und erkämpften somit über 100 Punkte und mehr als die nachfolgenden Sportler. Der EM-Achte Matthäus Hoffmann vom gastgebenden Verein Germania Obrigheim hatte hier mit 683,42 Punkten die Nase leicht vorn. Neben den guten Leistungen im Zweikampf (125kg / 142kg) sind vor allem die 16,7m im Schockwurf erwähnenswert. Mit 681,01 Gesamtpunkten musste sich Marc Lauble vom SV Flözlingen nur knapp geschlagen geben, ebenso wie der Drittplatzierte Josef Hesse (679,93 Pkt.) vom AC Meissen.

Unter den „schweren Jungs“ des Jahrgangs 1994 fuhr Matthias Trummer vom SV Germania Obrigheim wieder einen Heimsieg ein. Einen Anteil daran hatten seine neuen persönlichen Bestleistungen im Reißen (115kg) und Stoßen (142kg). Mit insgesamt 639,32 Punkten setze er sich wiederum klar gegen Oliver Jauch vom SV Flözlingen mit 596,47 Punkten und Stefan Ziegler vom KSV Lörrach mit 522,86 Punkten durch.

Das Teilnehmerfeld in der A-Jugend war wie gewohnt etwas kleiner als das der B-Jugend. So hatten für die A-Jugend weiblich insgesamt nur noch 6 Starterinnen gemeldet. Bei den Sportlerinnen des jüngeren Jahrgangs 1993 setzte sich die Berlinerin Henriette Braun vor allem durch gute Leistungen im Zweikampf durch. Insgesamt erkämpfte sie 480,88 Punkte und verwies damit Marianne Ohnmacht vom SV Flözlingen (448,85 Pkt.), Jacqueline Wilhelm vom KSV Grünstadt (394,55 Pkt.) sowie Kim Morosowa vom AC Goliath Mengede auf die Plätze zwei bis vier.

Der Wettstreit im Jahrgang 1992 gestaltete sich als ein kleines Länderduell, da die beiden einzigen Starterinnen dem Landesverband Baden-Württemberg angehören. Hier setzte sich Sarah Spicker vom KSV Lörrach mit 414,45 Punkten gegen Elisabeth Nsoukpoe (403,89 Pkt.) vom KSV Durlach durch.

Die 25 Meldungen im Jahrgang 1993 der A-Jugend männlich erlaubten eine Einteilung der Gewichtsgruppe in Leicht und Schwer. In der Gruppe Leicht traten gleich drei EM-Teilnehmer an, welche die Platzierungen dann auch unter sich ausmachten. Der EM-Dritte und Favorit Nico Müller nutzte seinen Heimvorteil und erkämpfte mit 713,39 Punkten den 4. Sieg für den Gastgeber SV Germania Obrigheim. Der zweite Platz ging an den Chemnitzer und EM-Zehnten Christoph Pichler, welcher mit 706,13 Punkten ebenfalls die 700-Punkte-Marke knacken konnte. Über einen Platz auf dem Treppchen konnte sich zusätzlich der EM-Achte Philipp Scholte vom der SG Fortschritt Eibau freuen, der 695,39 Punkte erreichte.

In der Gewichtsgruppe Schwer gewann ebenfalls ein EM-Teilnehmer den Titel. Hauchdünn siegte der EM-Achte Alexander Narr von 1. AC Weiden vor Philipp Schmidt. Mit 628,33 Gesamtpunkten betrug sein Vorsprung zu dem Pforzheimer Athleten (628,31 Pkt.) nur ganze 0,02 Punkte. Eher entspannt belegte dagegen der beste Sprinter und Schockwerfer dieser Gruppe, Patrick Danz vom GV Luckenwalde, mit 597,88 Punkten den dritten Platz.

Sechzehn Sportler in der Altersklasse 1992 ließen leider nur eine Gewichtsgruppe zu, in der sich Max Lang vom Chemnitzer AC mit 725,14 Punkten gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte. Durch beste Leistungen in fast allen Disziplinen verwies er die die Kameraden Max Platzer vom KSV Durlach mit 682,05 Punkte und Marco Reinhardt vom AC Atlas Plauen mit 646,62 Punkte auf die nachfolgenden Plätze.

Für die abschließende Wertung Deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaft im Mehrkampf konnten insgesamt zehn Vereine berücksichtigt werden. Sie hatten 4 oder mehr Sportler für Meisterschaft gemeldet. In die Wertung einbezogen wurden jedoch höchstens fünf Einzelergebnisse.

Auch bei diesem Vergleich konnte der Gastgeber mit 3213,16 Punkten für sich entscheiden und darf sich nun Deutscher Jugendmannschaftsmehrkampfmeister nennen. Er profitierte hierbei von den vier Einzelsiegen der Gebrüder Müller, sowie der Sportkameraden Matthäus Hofmann und Matthias Trummer sowie dem Ergebnis des 3. Platzierten Pilipp Hülser. Den zweiten Platz sicherten sich das Team des AC Atlas Plauen. Mit ihren guten Platzierungen sammelten Marco Reinhardt, Johannes Ginzel, David Söder, Michael Meinel und Alexander Lang 2847,78 Punkte. Mit 2808,08 Punkten nur knapp geschlagen geben mussten sich dagegen die Heber des SV Flözlingen. Marc & Sina Lauble, Oliver Jauch, Daniel Ohnmacht und Pascal Mager belegten den dritten Rang.

Zum Abschluss möchte ich mich noch bei allen Mitwirkenden und Helfern des SV Germania Obrigheim bedanken, die durch die ihre Mithilfe und somit tolle Organisation zum Gelingen dieser Meisterschaft beigetragen haben.

Und hier auch noch mal der Link zu den Bildern des Wettkampfs:

http://www.geinet.de/bilder_gh

bzw.

http://www.geinet.de/geinet-bilder/bilder_gh/20100702_Testwettkampf_Frauennationalteam/ats00000.htm

 

Katrin Siemon

 

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