Einleitung

Aus dem Versuch Kraft anzuwenden, entstand sehr früh das Bedürfnis, sich mit Kräften ausgestattet darzustellen. Sich mit anderen zu messen, selbst stark und stärker als andere zu sein, wurde zum Wettbewerb und schließlich zum Sport. Aus dem Überschuss an Kraft in der Darstellung von Kraftleistungen entstand in der Antike das Ästhetische im Spiel der Kräfte. Gewichtheben war keine olympische Sportart des Altertums, es ist aber in verschiedenen Übungsformen älter als die Olympischen Spiele der Vergangenheit, bereits hoch entwickelt im alten China und Ägypten vor mehr als viertausend Jahren.

Während der Renaissance mischten sich gar Fürsten unter das Volk um zu beweisen, dass nicht nur herrschaftliche Macht als solche Kraft gibt, sondern praktisch der Versuch, an Kraftakten teilzunehmen, sich in Popularität und Vorbild auswirkt. Nicht nur Übermut veranlasste sie teilzunehmen, wenn Kraft und Stärke zu beweisen war. Der Kraftsport wurde volkstümlich, schwere Lasten zu heben, erregte allgemein Bewunderung und Beifall. Der Zirkus hat sich den Besonderheiten angenommen. Er bot dem Publikum Attraktionen und Sensationen. "Olympische Spiele" wie zuweilen angekündigt, den circensischen Veranstaltungen gleichzustellen, war mehr als gewagt. Und dennoch: der Preis des Siegers war bald nicht mehr nur ein Obolus für allgemeine Bewunderung. Der Lorbeer des Sieges wurde zur Ruhmestat und ähnlich wie im alten Olympia höchste Anerkennung, der Beste von allen oder wenigsten von vielen zu sein, welcher der Nachwelt das Beispiel seiner Leistung voranstellte.


Resultierend aus den Freiheitskriegen und mit staatlicher Unterstützung, weil die Militärärzte einen sehr schlechten Gesundheitszustand der Rekruten feststellten, kam im 19. Jahrhundert ein Vereins- und Verbandswesen im Sport zustande. Davon war auch der Kraftsport betroffen. Vom 6.-9. Juni 1891 fand in Duisburg ein Athletenfest statt, in dessen Rahmen der Deutsche Athletenverband (später DASV) gegründet wurde. Dieser hatte sich dann im Jahre 1936 - mehr oder minder freiwillig - selbst aufgelöst. Der zweite große Schwerathletikverband Deutschlands wurde am 25.12.1905 in Berlin als Arbeiterathletenbund Deutschlands gegründet. Nach dem ersten Weltkrieg entwickelte sich der AAS sprunghaft. Herausragend war die Einweihung des Frankfurter Waldstadions und die damit verbundene Arbeiterolympiade im Jahre 1925. 1933 wurde der Arbeiterathletenbund Deutschland durch Verordnung des Reichspräsidenten verboten, das Vermögen eingezogen.

Trotz der wirtschaftlich schweren Zeiten in den Jahren 1923 - 1933 erlebte die Schwerathletik in Deutschland eine nie wieder erreichte Vereinsdichte, die in den beiden Verbänden organisiert waren. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass es außer der Bahn kaum Verkehrsmittel gab und dass die Menschen gezwungen waren, ihre Trainingsstätten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Heute, wo man mit dem PKW leicht und gerne 20 km zur Trainingsstätte zurücklegt, kommt man mit weitaus weniger Vereinen aus. Wer jedoch die Landkarte betrachtet, stellt als Zukunftsaufgabe fest, dass es ganze Regionen gibt, in denen Gewichtheben nicht oder nur schwach vertreten sind.


In der Bundesrepublik wurde am 23. Oktober 1949 der Deutsche Athleten-Bund e.V. (DAB) gegründet. Am 27.04.1958 erfolgte die Gründung des Deutschen Gewichtheber-Verbandes e.V. (DGV) mit den Sportarten Gewichtheben, Kraftsport und Bodybuilding für das Gebiet der DDR. 1969 organisierten sich die Gewichtheber der Bundesrepublik in einem eigenen Verband, dem Bundesverband Deutscher Gewichtheber e.V. (BVDG). Im Jahre 1982 wurde die Sportart Kraftdreikampf in den BVDG eingegliedert. 1990 trennten sich Kraftsportler und Bodybuilder in der DDR vom DGV und bilden fortan den Deutschen Kraftsport- und Bodybuilding Verband e.V. (DKBV). Der DGV bildete sich in den Deutschen Verband für Gewichtheben und Fitness e.V. (DVGF) um und löste sich später auf. Die Landesverbände der späteren neuen Bundesländer traten am 30. September 1990 dem BVDG bei.

Im Jahr 2000 schlossen sich der Bundesverband Deutscher Gewichtheber e.V. und der Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V. unter dem Dachverband Deutscher Athletenbund e.V. zusammen. Bis dato war der Deutsche Athletenbund als Spitzenverband Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund. Zum 31.12.2008 hat sich durch Beschluss seines Bundestages vom 20.11.2008 der Deutsche Athletenbund aufgelöst.

Dem DAB gehörten die rechtlich selbständigen Verbände Bundesverband Deutscher Gewichtheber e.V. sowie Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer e.V. als Mitglieder an. Diese beiden Verbände haben die Rechtsnachfolge des DAB angetreten. Hieraus folgt, dass der BVDG sowie der BVDK künftig als eigenständige Spitzenverbände Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund sind, wobei der BVDG den Olympischen Spitzenverbänden und der BVDK den nichtolympischen Spitzenverbänden zugeordnet wird.

Service

Letzte Meldungen

Sportkalender

Die nächsten 4 Events finden Sie hier kurz gelistet. Eine vollständige Liste bietet die Jahresübersicht:

Bundesliga

Aktuelle Ergebnisse

Die ständig aktuelle Ergebnisdatenbank des IAT kann hier aufgerufen werden:

Zur Ergebnisdatenbank des IAT

Partner und Sponsoren

Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo Sponsorlogo
Seitenanfang